Montag, 16.12.2024, Algarrobo,
Der Tag. beginnt damit, das wir den Sonnenaufgang verschlafen haben.
Gegen Mittag fahren wir 2 Ortschaften weiter, Richtung Málaga. Wir wollen der Senda Litoral weiterlaufen. Das Meer tobt, der Wind ist so stark, dass man kaum voran kommt. An der Bar an der Ecke, wo wir neulich gesessen hatten, ist kein Vorbeigekommen möglich. Das Meer springt über die Felsen. Also gehen wir ein Stück zurück und dann der nächste Versuch. Als nächstes erreichen wir den Hundestrand. Vom Land her, ist ein schöner kleiner See entstanden, rundherum Schilf. Aber auch hier kommen wir nach einer Weile nicht weiter. Wir sind Luftlinie ca 500 m von unseren Ziel entfernt, einem Palmenwald. Aber das Meer hat heute beschlossen, hier geht’s nicht weiter. Also zurück.
Meine Haare sehen durch den Wind und das Salzwasser aus, als hätte ich in eine Steckdose gefasst. Ich muss jetzt zum Friseur. In Torre del Mal hatte ich letzte Woche einen stylischen Barbershop gesehen. Der junge Marokkaner hat Zeit und ich erkläre ihm, wie ich das gerne hätte. No problema. Er platziert mich auf einem Stuhl und greift zum elektrischen Haarschneider. Horst ist noch draußen und diskutiert mit einem Verkehrspolizisten über die Parkgebühr. Bis er dann reinkommt, bin ich schon rasiert, gut, sehr stark geschoren. Ich bedeute meinem hübschen Achmet, dass mal gut ist. Er sagt „no“ und schneidet weiter. Er wäre ja noch gar nicht fertig. Ich ergebe mich meinem Schicksal und beschließe, anschließend ein paar Kopftücher zu kaufen. Ich zahle am Ende 10 €. Das war der preiswerteste Haarschnitt ever. So viel zahlt meine Tochter nur an Trinkgeld. Horst findet es übrigens gar nicht so schlecht.
Wir gehen erst mal essen und ich brauche einen Wein.
Nach dem Essen, Zweiter Versuch den Palmenwald zu erreichen. Zunächst finden wir nicht den richtigen Weg. Wir fahren mit unseren knallroten Mustang durch Felder, auf schlammigen Wegen. Dann finden wir einen Weg, der zumindest für Pferde zugelassen ist, tja, Mustang ist auch nur ein Pferd. Hurra, wir kommen an einem verlassen Pferdehof raus. Ein paar Schritte zum Strand und siehe da, wir sind genau auf der anderen Seite des Hundestrandes. Ungefähr in 200 m entfernt ist der Wald. Ist schon beeindruckend so eine Menge Palmen. Der Boden ist reiner Lößboden. Gelb, durch das Wasser glatt planiert und mit imposanten Rissen, skurril. Nach gut 30 m stellen wir fest, das Zeug klebt an den Schuhen wie Kaugummi. Wer schon mal bei Schnee geritten ist und Hufeisen hatte, kenn das gut, es stapelt sich unter den Füßen. Wir eiern aus dem Wald und haben das nächste Highlight. Ein gut aussehender junger Mann kommt uns splitterfasernackt aus dem Schilf entgegen Seine beeindruckende Erkektion ist nicht zu übersehen. Was für ein Tag.
Wir lachen uns schepp und versuchen den Lößboden von den Schuhen zu kratzen. Horst hat weiße Ledersneaker, die könnte er abwaschen. Ich habe weiße Textilsneaker, die sind jetzt gelb. Im nächsten Chinashop kaufe ich mir ein paar neue. Dann noch flott zum Mercadona und dann heim. Die Einkäufe ausgepackt, es ist Zeit für den Sundowner. Die Sonn schlägt uns heute auch ein Schnäppchen, kurz bevor sie ins Wasser taucht, schieben sich dicke Wolken davor.
Gute Nacht Algarrobo















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