Montag, 02.02.2026, Avignon
Wir verlassen Sitges gegen 10 h. Ab auf die Piste Richtung Norden. Zunächst zirkeln wir wieder zwischen den vielen Autobahnauffahrten. Ständig zwischen Villanova und Villafranca, das sind die berühmten Orte, wo mir Fairy ultra gespült wird. Während die einen noch die Pfannen schrubben, feiern die anderen schon.
Die Autobahn ist voll, LKW über LKW. Dann regnet es mal. Auf jeden Fall ist der Himmel bleigrau.
Um 16 h sind wir in Avignon und wollen ins Grand Hotel, gute Bewertung. Die Rezeptionistin empfiehlt uns, das Zimmer online zu buchen, da ist es wesentlich günstiger. Nach mehreren Versuchen und mit dem Ergebnis, dass Horsts Karte jetzt gesperrt ist , bitte ich um den Wifi Zugang. Siehe da, ruckzuck haben wir das Zimmer für 86 €, sehr guter Preis. Inzwischen war Personalwechsel an der Rezeption. Eine asiatisch anmutende Dame wickelt jetzt unseren Checkin ab. Es geht ganz flott und sie erklärt uns, wie wir mit dem Fahrstuhl in die erste Etage kommen. Ich frage, was wir mit unserem Auto machen, wo die Einfahrt zur Tiefgarage ist. Sie deutet wieder auf den Fahrstuhl. Ich erkläre ihr, dass unser Auto nicht in diesen kleinen Fahrstuhl passt. Ahh, jetzt ja, „Ihr Wagen ist noch nicht in der Garage“? Nein sage ich, aber ich könnte versuchen in wie weit ich in den Fahrstuhl komme. Wir lachen alle über dieses kleine Missverständnis. Dann bringen wir die Karre in die Garage. Als wir wieder an der Rezeption sind, sind die Formalitäten alle erledigt. Ich mache Ihr noch ein Kompliment über ihr akzentfreies Englisch . Sie freut sich und macht uns einen Upgrade. Wir haben jetzt eine Suite für 86 €.




Klamotten ins Zimmer und ab in die Stadt. Mit der gigantischen Stadtmauer wirkt Avignon sehr unfreundlich und ablehnend. Hinzu kommt der bleigraue Himmel. Wir wohnen direkt an dieser gewaltigen Stadtmauer. Ruckzuck sind wir in der Innenstadt. Eine lange Einkaufsstraße geht mittendurch. Leider hocken überall Obdachlose auf der Straße. Nicht schön. Während Horst die Auslagen eines Schaufensters betrachtet, höre ich gegenüber jemanden schnäuzen. Dieses Schwein schnäuzt sich ohne Taschentuch, mithilfe der Finger. Leider landet die gesamte Rotze auf seiner Hand, die er dann genüsslich ableckt. Ich halte meinen Würgereiz unter Kontrolle, ich könnte mich jetzt noch übergeben.
Auf einem großen Platz finden wir ein nettes Bistro und bestellen uns Wein und Terrine de Champagne. Soo lecker, hatte ich lange nicht mehr. Danach suchen wir die berühmte Brücke, die in den 60ern von einer Nonne Namens Dominic so nett besungen wurde. Es ist nur eine halbe Brücke
Klugscheisserecke: Die Brücke Saint Bénezet, die ab dem 12. Jahrhundert erbaut wurde und ein wichtiges Zeugnis der Geschichte Avignons darstellt, ist dank des berühmten Kinderliedes „Sur le pont d'Avignon” weltweit bekannt. Seit 1995 gehört sie zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Durch Hochwasser und Kriege wurde die Brücke von Avignon immer wieder beschädigt. Im Jahr 1660 waren die Zerstörungen so groß, dass man sie schließlich aufgab. Das Wasser der Rhone und die Witterung setzte den Resten weiter zu.
Alle alten Gebäude aus dem frühen Mittelalter wirken extern groß. Die Wachtürme sind hoch wie die danebenliegenden, 4stöckigen Wohnhäuser. Alles wirk erdrückend.
Auf dem Heimweg gehen wir noch in ein Irish Pub auf ein Killkenny..
Gute Nacht Avignon