Freitag, 16. Oktober 2026

 Samstag, 17.10.2026, Oberursel/Stierstadt.

Resumee Mauritius


Mit großen Erwartungen sind wir auf die Insel geflogen. Zunächst war alles so, wie erwartet. Paradiesische Strände, tropisches Klima, die Landschft und Berge wie aus Jurassic Park, alles schön. Der Verkehr auf den Straßen war gewöhnungsbedürftig. Hektisch kurvt man durch die sehr engen Straßen. In den Wohngebieten kratzt unser Taxifahrer die Kurven trotzdem mit unverminderter Geschwindigkeit. Aber am Haus angekommen fühlen wir den alten kolonialen Spirit. Die schönen Häuser sind durch elektrische Tore abgeschirmt. Man achtet auf Privatsphäre. Der Strand ist ein Traum. Türkisblau und in einiger Entfernung das Riff mit hochschäumenden Wellen. Kleine Boote schaukeln auf dem Wasser. Frühstück in einem Strandrestaurant gibt das Gefühl von Entspannung und Glück. Wir hatten auch viel Spaß mit unseren Freunden. 

Nachdem die rosa Brille nach einigen Tagen trüber wurde, erkannten wir auch die Schattenseiten . Es gibt in diesem Paradies auch noch die Einheimischen, die nicht mit dem goldenen Löffel der Kolonialherren im Mund geboren wurden. Das Land ist aufstrebend. Viele haben die Marktwirtschaft verstanden und vermarkten das, was Mauritius zu bieten hat. Das Meer und alles drumherum . Der Rest resigniert.

In den Touristenmetropolen gibt es Shoppingmalls und gute Restaurants. Jeglicher Wassersport wird angeboten. Ein frischer Fisch oder Hummer am Strand gegrillt und dann am Tisch serviert, essen mit den Füßen im Sand ist für uns Mitteleuropäer ein tolles Erlebnis . Ebenso tauchen/ schnorcheln mit wilden Delfinen, unbeschreiblich. Ein Katamarantour zu einer vorgelagerten Insel, mit Barbecue an Bord, unerreicht.

Schnorcheln war für uns etwas enttäuschend. Da das Riff weit entfernt vom Strand liegt, war die Sicht auf Fische mager. Im Norden war es etwas besser, da gab es auch Wasserschildkröten und bunte Fische. Unsere Freundin Elisabeth hatte jeden Morgen ein bis zwei Begegnungen mit Schildkröten. Nun, die schwimmt auch 75 Minuten in freiem Gewässer, Chapeau. Sie ist über 70.

Die ersten 16 Tage waren wir mit Freunden im Süden und haben auch einige Ausflüge gemacht. Zum botanischen Garten, sehr schön. Viele ausländische Staatsoberhäupter waren hier und haben Bäume gepflanzt. Indira Gandhi hat eine großen Baum hinterlassen. Daneben ist ein Stängelchen von Emmanuel Macron. Will uns das etwas sagen?




Port Louis, die Hauptstadt, erinnert an Kapstadt. Imposante moderne Glaspaläste und ein sehr schöne Waterfront, mit edlen Geschäften und Restaurants. Auf der anderen Seite der Stadtautobahn die typischen Stassenverkäufer. Klamotten, Fake Mode für die Touristen. Es gibt aber auch Lebensmittel, Obst, Gemüse, Backwaren Fisch und Fleisch. Der undefinierbare Geruch, der über allem liegt ist bewöhnungsbedürftig. In Mahebourg waren wir auch auf einem der größten Märkte der Insel, der war etwas anders. Organisierter. Hier haben wir dann auch erlebt, wie die Stadtpolizei mit Falschparkern umgeht. Wegfahrsperre dran und erst Freigabe nach Bezahlung. 

 



 Natürlich haben wir auch die berühmten 7 Erden, Wasserfälle und das Grand Basin aufgesucht. Man muss eigentlich nur den Touristen Bussen folgen, dann findet man das wichtigste. 

Der Süden ist schon sehr gut organisiert. Als wir dann in den Norden gefahren sind war das anders. Die Städte und Dörfer wirken schon ärmlicher, unaufgeräumter, viel Schmutz und Unrat. Die Leute steigen einfach darüber hinweg. Viele halbverhungerte Hunde, die auf der Straße rumdümpeln. Wir haben nicht einen überfahrenen Hund gesehen und das bei diesem rücksichtslosen Fahrstiel. Ich vermute die anderen Hunde fressen die Kadaver.  Normale Verkehrsunfälle haben wir auch keine gesehen, unverständlich. Die fahren wie die Irren. Mich wundert, dass die Fahrzeuge überhaupt noch Spiegel haben, so eng wie die Strassen sind und so forsch wie die fahren. Immer am Limit.

Die Menschen hier wirken traurig und depressiv, auch die Hunde. In der Karibik oder in Südafrika haben die Menschen auch nicht mehr, sind aber irgendwie fröhlicher. Wenn man durch kleine Dörfer fährt, wird man sehr abweisend angeschaut. Ich kann das verstehen. Hier die Armut und ein  Steinwurf entfernt  der volle Luxus. Shangrila Hotels, Radison, Hilton, mit infinite Pool, Golfplätze. Alles hinter sehr hohen Mauern. Die  Bevölkerung aber leidet unter Wasserknappheit 

Wir hatten die letzten 11 Tage ein Haus, direkt am Strand, mit eigenem Zugang . Das war ein Traum. Das Haus war alt und renovierungsbedürftig, aber der Blick und die kleine Steinmole hat alles rausgerissen.  Jeden Morgen haben mich hunderte Webervögel geweckt, die lautstark um ihre Nester schwirrten. Das fröhliche Gezwitscher und Gegurre der Vögel war wunderbar. Den ersten Kaffee haben wir auch immer am Strand getrunken, im Pyjama. Herrlich. Die Fischer sind dann schon mal für die erste Tour rausgefahren. Übrigens gibt es keine Möven hier, dafür elegante weiße Vögel mit sehr langem Schwanz. Weiße Tropenvögel. Abends fliegen große Flughunde um die Bäume. In diesen Bäumen leben ganze Kolonien. Sie unterhalten sich schnatternd miteinander. 



Die Insel ist ein Traum, wenn man die Augen vor der Realität verschließen kann . Ich kann es nicht.

In Südafrika haben die wohlhabenden Buren jetzt massive Probleme und kaufen sich auf Mauritius Land. Überall in der Pampa stehen Schilder vor dschungelähnlichem Gelände, „for sale”, mit Telefonnummern. Ich habe zuerst gedacht, wer kauft sich hier ein Grundstück, jetzt verstehe ich’s.Einige schicke Wohnpaläste stehen schon, hinter sehr hohen Mauern .

Die Insel ist eine Reise wert. Man sollte die Menschen dort unterstützen, die schwimmen sich gerade von der Kolonialherrschaft frei. Ich wünsche Mauritius alles Gute für die Zukunft. 


Am letzten Wochenende war es dann soweit. Proteste der Bevölkerung und eine junge Frau wurde angeschossen. Daraufhin gab es richtig Randale, mit Barrikaden und angezündeten Autoreifen. Das volle Programm. 

Donnerstag, 15. Oktober 2026

 Donnerstag, 15.10.2026, Oberursel/Stierstadt

Früh aufgestanden, 5 am. 6 am zum Flughafen. Leihwagen zu Hertz gebracht. Gepäck aufgegeben. Frühstücken. Zu früh. Schlechtes Kama. 

Die Unruhen auf Mauritius gehen weiter. Die Bevölkerung ist unzufrieden und macht sich jetzt Luft. 

Start pünktlich um 8.30 am .  Byebye Mauritius 





Nach 12 Stunden in diesem Blechkasten pünktlich in Frankfurt gelandet. War ein langer Ritt.
Gute Nacht Stierstadt 

Das Resume schreib ich morgen.


Mittwoch, 14. Oktober 2026

  Ittwoch, 14.10.2026, Mauritius, Blue Bay

Die Vögel Wecken mich wieder zum Sonnenaufgang. Das Geschnatter werde ich vermissen. Den letzten Kaffee am Strand genießen . Frühstück am Strand, das werde ich so schnell nicht mehr haben.








Dann die Küche aufräumen, Koffer zu. Elisabeth und Stefe kommen auf ein letztes Goodbye.

Dann kommen Eric und Margot. Sie wollen wissen, wie es uns gefallen hat. Ich sage es ihnen, wie es ist. Der Standort ist Gold wert, das Haus ist ein alter Kasten. Sie nicken, sie wissen das selbst. 


Dann bummeln wir die Küste entlang nach Süden. Wir finden wieder atemberaubende Strände vor. Fast Menschenleer. Die Infrastruktur scheint hier jetzt auch besser zu werden. Die armseligen Dörfer wirken freundlicher. Wir kommen an Luxushotel Resorts vorbei. Wie überall, bittere Armut direkt neben unbegreiflichem Luxus. Wie zu Kolonialzeiten, Angestellte in Weißen Uniformen. Dekadent.



















Webervögel, ein ganzer Baum voll.




In Belle Mare machen wir einen Stop un fahren mit einem Boot rüber zur Ile aux Cherfs, zu einem Wasserfall, der direkt ins Meer fällt, vielmehr in die Mangroven. Mit uns im Boot sind 4 Australier. 












In Blue Bay angekommen, beziehen wir unser Apartment. Das Tor zum Parkplatz ist ab 20 h geschlossen und wird erst um 9 h wieder geöffnet. Was soll das jetzt. Wir fliegen morgen früh um 8 h. Ich diskutiere eine Weile mit der Dame rum,  is sie mir den Türöffner freiwillig gibt. Aber auf gar keinen Fall mitnehmen, das kostet dann ein Vermögen. Die hält uns für total blöd. 

Danach gehen wir erst einmal schwimmen. Unser Apartment liegt direkt am Strand mit seinem türkisfarbenen Wasser. 20 Schritte vom Zimmer zum Wasser. So mögen wir das. 









Abends wollen wir nochmals richtig nett essen gehen. Leider ist seit Montag hier auf Mauritius Ausnahmezustand. Ein Mädchen wurde von einem Polizisten erschossen. Seitdem gibt es überall Krawalle, Strassenbarrikaden und eine Polizeistation brennt. Dienstag auf Mittwoch war sogar Ausgangssperre. Haben wir in unserer kleinen Bucht gar nicht mitbekommen . Aus diesem Grund sind heute alle Restaurants ab 18 h geschlossen. Mist, wir hätten doch unterwegs was essen sollen. Einen Imbiss finden wir, der uns Pommes und ein  Chicken Curry verkauft. 





Wir trinken noch einen Wein und eine Dose Phönix Bier.

Gute Nacht Mauritius 

 Samstag, 17.10.2026, Oberursel/Stierstadt. Resumee Mauritius Mit großen Erwartungen sind wir auf die Insel geflogen. Zunächst war alles so,...