Donnerstag, 02.03.2023, New York
Es gibt gute und schlechte Tage. Der Tag heute ist nicht einfach zu definieren. Yoko Ono ist weggezogen. Hat sie sich an der neuen Nachbarschaft gestört, oder ist sie schlicht weg in ein Seniorenheim für alte Künstler gezogen. Niemand weiß das so genau.
Hier in der Straße nebenan, treibt der Kater sein Unwesen. Wir haben einen Time Slot fürs MoMA, Museum of modern Art. Keine Ausreden und hin. Gut, moderne Kunst ist nicht jedermanns Sache, beim Betrachten der einzelnen Exponate wird dem einen und anderen schon mal schwindlig. Farben und Formen stürzen sich auf den Betrachter und auch so manches Unerklärliche. An die merkwürdigen Darstellungen von Picasso hatten wir uns ja gewöhnt, aber da sind noch andere schräge Dinge unterwegs. Andy Warhol hat eine ganze Wand nit identischen Dosensuppenplakaten gepflastert. Das kann man sich nur erlauben, wenn man schon einen großen Namen hat. Alles in allem ist es ein gelungene Sammlung von zeitgenössiger Kunst. Von Bauhaus, über Kubismus, industrialisierte Kunst, unverständlichem, alles da. Ein Exponat entsprach unserem heutigen Zustand.
Abends hatten wir dann noch eine Einladung bei den Hauseigentümern. Ein griechisches Ehepaar und seine Schwester. Es gab griechische Häppchen und Moselwein. Sehr nette Leute, um die 80, aber fit im Kopf. Es entspann sich eine nette, vielschichtige Unterhaltung. Die anderen Mieter, ein schwedisch/australisches Pärchen, kamen auch noch dazu.


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