Montag, 7. April 2025

 Montag, 07.04.2025, Marrakesch 

Heute früh war auf der Dachterrasse in der Frühstückesniesche ein kühler Wind. Da hab ich mich in Sonne gesetzt und mein Frühstück genossen. Um 11 h dann bei Nadja und dann mit dem Taxi zum Jardin Majorel. Vor dem Park war eine 50 m lange Schlange und wir hatten nicht online vorgebucht. Nadja hatte die Idee, durch das angrenzende Café illegal von hinten in den Park zu schlüpfen. Das haben wohl schon vor uns ein paar andere Insider versucht. An besagter Hintertür ist jetzt ein Schloss. Na gut, da haben wir in diesem Café etwas getrunken. Schade, nächstes mal. Wir sind dann in einen anderen Park, nebenan ist ein moderner Souk mit Geschäften, die ausschließlich handgemachte Dinge verkaufen. Ensemble Artisanal. Tolle Geschäfte, die Sachen sind mit Preiszettelchen ausgezeichnet. Ohne zu handeln, ohne ständig angequatscht zu werden, entspannt. Angelika ist Kauflaune und hat Schlappen für 8€, einen ledernen Rucksack für 12€ und noch so einiges erstanden. Auf dem Heimweg sind wir zunächst an der Hauptstraße entlang gelaufen, in der Knallsonne. Da sind wir beim nächsten Tor in den Souk geschlüpft. Und waren nach 10 Minuten vor meinem Riad. Mittlerweile ist dieses Gassegewirr für mich kein Geheimnis mehr. 

Später gehen wir mit Nadja noch im Café Medina Rouge etwas essen. Danach bin ich platt und wir beschließen heute Abend mal zu Hause zu bleiben. Morgen früh um 6.30 h haben wir eine Verabredung.

Gute Nacht Marrakesch


















 Sonntag, 06.04.2025, Marrakesch,

Heute früh ein Getrappel im Riad und dem kleinen italienischen Jungen haben die unnötigerweise eine dieser marokkanischen Fiedeln, bzw Gitarren gekauft. 7 Uhr, mitten in der Nacht. Kurz drauf ist Ruhe und ich schlafe weiter. Um 8.30 stehe ich dann auf, Bummel im Bad rum und bin dann um 9 Uhr auf der Dachterrasse zum Frühstück. Niemand ist da????? Abdul komm angewetzt, „wo warst Du, wir haben Dich vermisst, ich wollte Dich gerade wecken“.  Was ist denn hier los, ich sage ihm es ist doch erst 9 Uhr. „Non Madame, es ist schon 10 Uhr, Zeitumstellung. Das hat mir niemand gesagt, gut, dass ich heute nicht fliege, wäre echt blöd. Er macht mir trotzdem Frühstück.

Danach bummle ich noch ein bisschen durch mein Viertel, kaufe ein paar Kleinigkeiten und eine große Badetasche. Die Jungs von diesem Stand haben mir heute Nacht „Chica“ nachgerufen . Ich stelle sie zur Rede, was ihnen einfällt, ob sie vielleicht mal zum Augenarzt müssen. Wir lachen uns halbtot und ich bekomme die Tasche für einen wirklich guten Preis. Der Typ vom Stand gegenüber kommt noch dazu und ich kaufe auch bei ihm etwas, er hat einen Shop mit Arganprodukten.

Um 12.30 h holt uns Nadjas Fahrer ab und bring uns zum Country Club Beldi. Hier haben wir einen Daypass für den Poolbereich mit Lunch. Ein sehr schönes Hotel, mir Shops und Pools in einem traumhaften Garten. Hier verbringen wir den Rest des Tages. Um 18.30 h kommt der Fahrer wieder und bringt uns Heim. 

In meinem Riad ist niemand, gar niemand. Gegen 7 h hämmert es an der Eingangstür. Ich gehe runter, ein Vater mit seinen beiden Söhnen steht vor der Tür. Er habe eine Reservierung, aber der Flieger hatte 1 Std Verspätung und dann hat er das Riad nicht gleich gefunden. Der Taxifahrer hat ihn einfach am Tor zum Souk rausgelassen und knappe Erklärungen abgegeben. Ich schreie im ganzen Haus rum, keiner da. Ich erklärte, ich sei nicht die Consierge, außerdem müsse ich jetzt weg. Sie sollen warten.

Abends ziehen Angelika und ich nochmals um die Häuser. Wir entdecken eine coole Kneipe und ergattern einen Platz auf dem Balkon. Drinnen ist ein riesiger TV und es gibt Fußball. Plötzlich geht da drin die Post ab. Laute arabische Musik und das typische Kriegsgeheul arabischer Frauen. Der Kerzentanz wir gezeigt und die 3 Bellydancer turnen vor dem Bildschirm rum. Das muss man mal bei uns machen, zur beste Bundesligazeit. Die Show dauert ca 40 Minuten. Wir lachen uns kaputt über die Tanzeinlagen einiger Touristen. Gegen 22 h gehen wir nach Hause.

Gute Nacht Marrakesch.


















Samstag, 5. April 2025

 Samstag, 05.04.2025, Marakesch 

Ups, 1 Uhr nachts. Ein langer Tag geht zu Ende. 

Zum Frühstück bekomme ich heute einen guten italienischen Kaffee. Geht doch. Dieser arabische gewürzte Kaffee bekommt mir nicht. Da ich keinen Orangensaft mag, bekomme ich Obstsalat. Mustafa, oder Ali oder Memmet, hab die Namen vergessen, hat Angst um meine Vitaminversorgung. Da ich zum Frühstück immer meine Rundschau auf dem IPad lese, steht mein IPad vor mir. Ali kommt und erklärt mir, ich solle wenigstens zum Frühstück mal ohne das Ding auskommen. Ich frag ihn nur, ob wir verheiratet sind. Zu Hause darf ich meine Zeitung immer beim Frühstück lesen. Was das jetzt soll. 

,Nach dem Frühstück hänge ich noch eine Weile in der Hollywoodschaukel und dattel. Später treffen wir uns und ich gehe mit Angelika auf die Spur. Zuerst die Koutoubia Moschee und der Park dahinter. Die Sonne brennt uns aufs Gehirn. Dann gehen wir ins berühmte Hotel La Mamunia. Da steigen nur die besten ab, Rolling Stones, Hemingway, Springsteen, Madonna etc. Ein sehr imposantes Hotel, mit riesigen Gärten drumrum. Allein vom Haupthaus zum Teepavillon ist eine Allee, gesäumt von uralten , riesigen Olivenbäumen . Dahinter geht es noch weiter in die hauseigene Kräuter-und Gemüseplantage. Gigantisch. Am Teepavillon nehmen wir eine Limonade und genießen das Flair. 

Dann wollen wir noch mal durch die Souks. Wir finden tolle Läden, von lokalen Designern. Echt schräge Mode, alles Handgemacht. Ein junger Berber gibt uns eine Lektion in Berberkultur. Wirklich interessant. Der Hunger und die volle Blase locken uns in ein Rooftoprestaurant. Marokkanische Tapas und ein Gemüsestrudel schmecken uns sehr gut. Wir albern noch ein bisserl mit dem Kellner rum, dann ab nach Hause und Siesta.

Abends gehen wir dann in ein indisches Restaurant, über dem Hotel les Jardine de Koutoubia, direkt neben Nadias Wohnung. Natürlich kennt sie den Eigentümer und dessen Frau. Immer gut einen Einheimischen als Tourguide zu haben. Nach dem leckeren Essen wollen wir noch mal in eine Bar. Ein Stückchen weiter ist die Cabana, eine angesagte Rooftopbar. Der Laden ist brechend voll. Nur durch Nadias Beziehungen bekommen wir einen Tisch. Die Latin-Techno Musik hämmert durch die Nacht und das Defilee der Nachtschwärmer lassen wir auf uns wirken. Diese ausgefallen Outfits sind sehenswert, nicht dieser gutbürgerliche Mainstream Look, einfach besonders. 

Zu vorgerückter Stunde machen wir uns auf den Heimweg. Ich muss noch am Jemaa El-Fnaa vorbei. Hier hämmern noch immer die Trommeln. Die meisten Stände sind geschlossen, nur noch die Müllsammler sind unterwegs. In meinem Riad ist alles dunkel, nur noch die Katzen sind wach.

Gute Nacht Marakesch 

































 Freitag, 06.03.2026, Bremerhaven,  Unglaublich diese Stadt, die eigentlich nur Hafen sein sollte, aber die Architektur ist sehr schick.