Mittwoch, 27.11.2024, La Manga
Den heutigen Tag widmen wir unserer lieben Freundin Jutta, die viel zu früh von uns gegangen ist.
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Dienstag, 26.11.2024, La Manga
Gut geschlafen, der Himmel ist wolkenlos und blau. Ein schöner Tag kündigt sich an. Erst mal ein bisschen Sport, bzw Gymnastik und Yoga. Dann Frühstücken. Wir sind jetzt eine Woche unterwegs, heute ist kleiner Waschtag. Gegen 11 kommt ein Techniker und tauscht den Router, der war defekt, kein Wifi, da bist Du aufgeschmissen.
Danach wollen wir mal schauen, ob hier noch Leben ist. Schwierig, alle Jalousien sind runtergelassen, auf der Straße, es gibt nur eine auf diesem Landzüngelchen, hier läuft auch niemand rum. Dafür können wir die Bausünden der frühen Touristenschwämme sehen. Unpersönliche Hochhäuser und Reihenhaussiedlungen. Nordweststadt/Gropiusstadt am Meer. Was man sich früher so hat einfallen lassen um möglichst viele Menschen an den spanischen Stränden unterzubringen, kasernieren. Dieses Eiland war bestimmt mal ein Vogelparadies. Die Salzseen laden Flamingos und andere Mangroven Vögel ein. Leider ist für die hier kein Platz mehr. Der gesamte Küstenstreifen ist eigentlich unbewohnt. Niemand ist hier. Geisterstadt. Am Südzipfel, in der Gegend um den alten Leuchtturm scheint der Ursprung der Besiedlung zu sein. Hier sind die Häuser noch nicht so hoch gebaut. Egal, wir genießen hier mal richtig Ruhe, bevor es an die lebhafte Küste in Andalusien geht. Man muss alles mal gesehen haben um zu lernen wie man es nicht machen sollte. Auf dem Weg hoch zum Leuchtturm ist die Straße mit Parolen beschrieben, „kein Hotel aus dem Leuchtturm machen, der Leuchtturm gehört uns allen“. Man ist hier also noch immer nicht fertig mit dem Bauboom. Die Altstadt haben wir nicht gefunden. Man sollte die Leute aus Albanien mal hierher schicken, dann können die mal in ihre Zukunft schauen. Wir sind froh, dass wir Albanien noch als Rohdiamant gesehen haben.
In einem kleinen Yachthafen essen wir eine Kleinigkeit. Draußen sitzen 3 alt Damen und lasen die Gläser klingen. Die eine hat einen uralten Hund dabei. Dem dauert das hier zu lange und er kackt in aller Seelenruhe neben den Tisch. Die Besitzerin klaubt mit einer Plastiktüte die Bescherung weg und winkt dem Kellner bei. Der kommt an den Tisch und sie gibt ihm, mit einem Lächeln, die Kacktüte in die Hand. Dieser nimmt die Tüte, ohne eine Miene zu verziehen und wirft sie in den Mülleimer. Dann kommt er mit einem Glas Wasser und schüttet das auf den Kackfleck auf der Terrasse.
Wieder was gelernt.
Gute Nacht Geistermanga
Montag, 25.11.2024, La Manga, Mare Menor
Früh aufgewacht. Heute geht’s weiter. Das Apartment hier war sehr schön, modern eingerichtet, mit Pfiff. Leider ohne Aussicht, weil wir im EG waren. Das nächste soll in der 7. Etage sein. Beidseitig Blick auf das Meer. Die schmale Landzunge zwischen Mare Meror und Mittelmeer. Wir sind gespannt.
Der Himmel ist bewölkt, also brauchen wir auch nicht auf den Berg zum Castel Sta. Barbara. Unser erster Stopp ist Elche. Hier soll es tausende Schuhläden geben. Stimmt, die ganze Region ist ein Einkaufszentrum nach dem anderen. Wir fahren weiter. Wir wollen den pinkfarbenen Salzsee sehen. Wir finden ihn, er ist schon mal eingezäunt, aber nicht pink. Wir sehen die hohen Salzberge. Na gut, weiter.
Kurz vor der Landzunge gehen wir noch schnell einkaufen beim Mercadona. Steaks, Lammkoteletts, Shrimps.
Dann machen wir uns auf die Suche nach unserem Apartmenthaus. Wir finden es und stellen fest. Wir sind hier in der Gegend die einzigen Leute. Das Hochhaus ist unbewohnt, alle Rollläden sind runter. Der Mustang steht ganz allein auf dem riesen Parkplatz. Nun gut, dann ist es auch ruhig., denn wir haben das Hochhaus mit 9 Etagen und 18 Wohnungen für uns ganz allein. Ein bisschen unheimlich ist es schon.
Gute Nacht La Manga
Sonntag, 24.11.2024, Alicante Spanien
Es ist wieder so weit, Horst nimmt seine Reise-Erkältung, wie jedes mal. In ein paar Tagen bin ich dann dran. Das machen wir immer so, aus reiner Gewohnheit.
Also lassen wir den Tag ganz ruhig starten. Ein Frühstück mit Samahan Tee mit extra Zitrone.
Gegen Mittag latschen wir in die Stadt. Das Viertel, in dem wir wohnen ist ca 700 m vom Zentrum weg. Trotzdem eine andere Welt. Horst bezeichnete es als Favela. Ganz so schlimm ist es nicht, aber gestern in der Tiefgarage haben schon eine gewisse Ablehnung gespürt. Ein anderer Autofahrer hat uns sehr mürrisch angesehen. Die wollen hier keine Touristen, auch hier ist bezahlbarer Wohnraum knapp.
In der Altstadt herrscht der typische Sonntagstrubel. Es sind fast nur Spanier unterwegs, mit Kind und Kegel. Es ist schließlich keine Saison und die Spanier sind mal unter sich. Inmitten der Stadt spielt auf dem Dach eines Restaurants eine Beatles Coverband. Unten an der Uferpromenade ist eine Konzertmuschel, hier gibts Jazz. Auf der Promenade sind Buden mit allem möglichen Schnickschnack. Gepflastert ist der Weg mit hell/dunkel Marmor, ähnlich wie in Lissabon . Es wird einem ganz schwindlig. Die Cafés und Restaurants sind gut besucht. Ich trage lange Jeans und ein Polo, puh ist es mir warm. Fast alle Frauen tragen kurze Röcke und Sandalen. Ich muss endlich umdenken. Der Burgberg zur Sta. Barbara erklimmen wir heute nicht, das machen wir morgen flott mit dem Auto. Jajaja, ich hör sie schon die Supersportler und Wanderer „ das geht ja gar nicht, Ihr Schleichechsen“. Aber mit einer bösen Erkältung machen wir das nicht.
Gute Nacht Alicante
Samstag, 23.11.2024, Alicante
Wir verabschieden uns schwerenherzens von unserem Apartment und weiter geht’s Richtung Süden. Der Himmel ist wolkenlos und die Straße frei. Die Landschaft zieht an uns vorbei, die Weinfelder wechseln zu Orangen Plantagen . Das Navi behauptet, die Autobahn sei schon vor Valencia gesperrt. Da aber nirgends ein Schild darauf hinweist, ignorieren wir das. Kurz vor Valencia passieren wir eine Autobahnbrücke, die nicht mehr da ist. Eine behelfsmäßige Straße führt daran vorbei. Ein paar Barrancos, die mit Unrat voll sind, erinnern an die Flutkatastrophe. Aber alles ist wieder trocken. Bei Alicante wechseln die Felder in Olivenhaine.
Unser Apartment liegt mitten in der Stadt, am Fuß des Monte Sta Barbara. Der Eincheckprozess ist ganz neu. Zunächst muss ich eine App herunterladen, Nuki log. Damit kann ich die Tür öffnen. Es funktioniert tatsächlich. In der Wohnung liegt die Fernbedienung für das Garagentor. Eine 3 Stockwerke Tiefgarage. Leider wurde sie zu Zeiten gebaut, als die Autos Golf Maße hatten. Eine echte Herausforderung für den Mustang. Wir schaffen das Gepäck in die Wohnung und Horst braucht erst mal einen Mittagsschlaf. Das Apartment ist schick eingerichtet und ziemlich neu und groß. 80 qm und eine kleine Terrasse.
Später laufen wir zum Mercadona, wir haben keine Lust auf Restaurant, es gibt Pizza.
Gute Nacht
Freitag, 22.11.2024, Sitges
Guter Morgen, nach dem Tapa a Tapa Spaß haben wir widererwartend keinen Hangover. Die grünen Papageien kreischen in den Palmen und ein Frühsurfer plansch mit seinem Brett mehr recht als schlecht durch die Wogen .
Nach dem Frühstück pflanzen wir uns auf den Balkon in die Sonne. Die Leute auf der Promenade ziehen so nach und nach die Jacken aus. Jetzt ist es Zeit, den Fußnägeln wieder einen roten Anstrich zu verpassen, ab morgen ist Sandalenwetter.
Später machen wir einen Spaziergang. Es ist richtig warm. Am Ende der Strandpromenade ist ein megaschickes Golfhotel. Die sind auch bei Tapa a Tapa. Haha, nix wie hin und ein lecker Gedeckt bestellt . Es kommt ein knuspriges Omelett aus Avokado und Käse. Oberdrauf Rindfleisch mit süßem Senf und Waldmeistergelee. Das beste Tapa, das ich je gegessen habe. Dazu ein Rosato. Lebe kann so schee sein.
Später packen wir schon mal ein bisschen unser Zeug zusammen.
Flott in die Altstadt, noch ein paar Tapas testen. Die baskischen und katalanischen Tapas/Pinxos liegen genau auf unserem Geschmack. Heute ist mehr los in der Stadt, es ist Wochenende, die Partypeople wachen auf.
Gute Nacht Sitges
Freitag, 06.03.2026, Bremerhaven, Unglaublich diese Stadt, die eigentlich nur Hafen sein sollte, aber die Architektur ist sehr schick.